Nun folgt der eigentliche Kernpunkt dieses Projekts und dieser Homepage, nämlich der Umbau des Fahrzeugs zu einem Tracktool, das ausschließlich auf der Rennstrecke, aber nicht im Alltag eingesetzt werden soll. Die einzigen Kilometer auf der Straße sollen auf dem Weg von und zur Rennstrecke erfolgen.


01. Leerräumen
08. Diverses (Update 02.03.08)
02. Einbau der Schalensitze 09. Felgen und Reifen Teil II
03. Befestigung der Gurte 10. Fahrwerk
04. Verschiedenes 11. Bremsen
05. Der Überrollkäfig 12. Technische Daten
06. Lackieren des Innenraums 13. Gewichtetabelle
07. Felgen und Reifen Teil I 14. To Do 2008 (Update 02.03.08)


Leerräumen

 
Wie bei allem fängt man erstmal klein an, zuerst mussten wir die Bedienteile von Klima und Bordcomputer entnehmen.
 
Weiter ging es mit dem Ausbau der Rückbank und dem Herausnehmen von Kofferraummatten, Teppichen, Verkleidungen und Dämmaterialien.
 
Schon bald sah der Innenraum so aus.  
Helfer bei der Arbeit...noch gut gelaunt!
 
Es sammelte sich bereits ein kleiner Haufen Teile an...
 
Die Scheinwerfer wurden mit Hilfe eines Föns und viel Geduld von den Blenden befreit und durften wieder klar blicken.
 
Die Hutablage zu entfernen erwies sich überraschenderweise als echter Kraftakt!  
Hier sind bereits die Türverkleidungen, Armlehne, Mittelkonsole und der untere Teil des Armaturenträgers demontiert. Als Herausforderung entpuppten sich hierbei die Verkabelungen der installierten HiFi-Anlage, denn man musste erst einmal herausfinden, welche Kabel wozu gehörten.
 
Der Fahrersitz ist draußen. Mit 28 kg wahrlich kein Leichtgewicht.  
Unter dem Beifahrersitz befand sich das Kabel für die Sitzbelegungserkennung. Diese steuert im Falle eines Unfalls die Auslösung des Beifahrerairbags. Sie wird aber nicht mehr benötigt, also einfach die Kabeltülle vorsichtig öffnen, Kabel trennen und den Sitz ausbauen.
 

Nach Ausbau des Beifahrersitzes konnten wir den Innenraumteppich herausnehmen. Dieser musste am Mitteltunnel im Bereich des Armaturenberettes eingeschnitten werden, Anschließend kann man ihn in einem Stück herausnehmen.
Die Teermatten bekommt man am besten mit einem Fön und einem Schaber aus Holz oder Kunststoff heraus. Die klebrigen Teerreste gingen am besten mit WD40 oder Industriereiniger von Würth weg.

 
Überflüssige Kabelbäume, z.B. für Lautsprecher, Verstärker, Antenne usw. mussten nun entfernt werden. Dies war mühsame Kleinarbeit, da man diverse Kabelstränge auftrennen musste und die überflüssigen Kabel entfernen musste. Doch es hat sich gelohnt, man hat anschliessend mehr Platz und zudem ein paar Kilo gespart.


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Einbau der Schalensitze

 
Da im Internet aufgrund schlechter Sitzposition von den käuflich erhältlichen Sitzkonsolen abgeraten wurde...
 
...musste ich mir aus 3 mm dickem Stahlblech eigene Konsolen bauen.
 

Zum ersten mal befand sich der Sitz an seiner späteren Position. Bis es soweit war, lag aber noch ein gutes Stück Arbeit vor uns. Gottseidank wusste das zu dem Zeitpunkt noch niemand...



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Befestigung der Gurte

 
Anpassen der Gurtlängen, hierbei werden beide Gurte auf ungefähr die gleiche Länge gebracht. Die Schultergurte werden in die originalen Befestigungen des hinteren Gurtes eingeschraubt, für die anderen Punkte müssen neue Löcher gebohrt werden.
 
Hier die beiden Gurtösen für den Schrittgurt. Beim Bohren unbedingt aufpassen, dass unter dem Fahrzeug entlanglaufende Leitungen nicht beschädigt werden! Anschliessend die Konterplatte von unten am Fahrzeugblech anschweißen.
 
Die Gegenplatte für die Gurtösen wird am Fahrzeug angeschweißt, dafür muss an den Schweißstellen der Unterbodenschutz komplett entfernt werden. Nach dem Schweißen die Stelle wieder gut mit Unterbodenschutz behandeln.
 
Hier ist die Konterplatte für die Gurtöse des Beckengurtes am Mitteltunnel zu sehen. Diese ist sehr aufwendig zu erreichen, denn dafür muss der Auspuff und der darunterliegende Hitzeschild abmontiert werden.


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Verschiedenes

 
Der Ausbau des Dachhimmels war verhältnismäßig einfach. Alle Blenden an A- B- und C- Säule abhebeln, Demontage von Sonnenblenden und Haltegriffen, dann das Einfaßband vom Schiebedach rausnehmen und er fällt praktisch von alleine herunter. Ohne Sitze war das Herausnehmen des Himmels auch nicht schwierig.
 
Die Querlenker waren vom Vorbesitzer bereits mit Powerflex PU-Buchsen (violette Farbe) ausgerüstet worden und ersparte mir somit einige Arbeit. Die roten Kreise kennzeichnen die Montagepunkte für das Versteifungskreuz.
 
Der Einbau des Versteifungskreuzes war in meinem Fall relativ einfach. Da alle Gewinde schon vorhanden waren, musste nur die normale Querstange im hinteren Bereich demontiert und gegen das Versteifungskreuz ausgetauscht werden. Es kann aber auch sein, dass noch keine Gewinde vorhanden sind und erst passende Hülsen in den Querträger eingepresst werden müssen.
  Der erste Lackierversuch mit seidenmatt schwarzer Farbe ging in die Hose. Die Farbe bekam viele kleine Pickel, nach Abschleifen und Lackieren einer zweiten Schicht mit etwas Verdünnung begann der Lack zu reißen. Außerdem gefiel mir schwarz irgendwie nicht mehr, und ich entschied mich, das ganze erstmal zu verschieben...
 
Mittlerweile wurden bei BMW die Airbags ausgebaut und die entsprechende Elektrik deaktviert, damit es im Kombiinstrument keine Fehlermeldung gibt. Probehalber habe ich mal das neue Lenkrad montiert...geiles Gefühl!
 
...doch das alles war nur von kurzer Dauer, denn nun musste das Fahrzeug für den Käfigeinbau vorbereitet werden. Dies bedeutete, den Innenraum (mal wieder ) komplett leerzuräumen, aber diesmal musste auch das Armaturenbrett mit raus.


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Der Überrollkäfig

Zum Thema Käfig:

Der Überrollkäfig ist auf der Rennstrecke meiner Meinung nach unverzichtbar und im Falle eines Überschlags oder Seitenaufpralls beinahe schon eine Art Lebensversicherung. Selbst wenn man selbst keinen Fehler macht, kann man jederzeit in eine Situation geraten, in der das Auto ausser Kontrolle gerät und plötzlich quer zur Fahrbahn steht oder sich sogar überschlägt. Dies kann z.B. ein unvermittelter Schaden an Fahrwerk oder Felge sein, ein Reifenplatzer, Öl- oder Kühlwasserspur, ein unerwartetes Ausweichmanöver oder irgendwelche anderen Fälle.

Zunächst habe ich mir verschiedene Möglichkeiten angesehen und verglichen. So gibt es den Bügel, standardisierte geschraubte Käfige nach Baukastenprinzip oder verschweisste Zellen. Zudem sind meist verschiedende Materialqualitäten wählbar, meist "normaler" St52 Stahl und zum anderen der höherwertige CrMo4 Stahl (Chrom-Molybdän), ausserdem gibt es unterschiedliche Rohrdurchmesser und -wandstärken. CrMo bietet eine höhere Festigkeit, daher sind Rohre mit dünneren Wandungen und kleinerem Durchmesser möglich, der Vorteil liegt hierbei in einem niedrigeren Gewicht des Käfigs, der Nachteil im Preis.

Achtung!

In der Regel bieten Hersteller, wie z.B. Heigo oder Wiechers, neben den bereits erwähnten Stahlkäfigen auch Aluminiumkäfige an. Diese sehen zwar schick aus, haben aber in einem Ringtool nichts zu suchen! Alukäfige wurden im Motorsport sogar verboten, da diese die negative Eigenschaft haben, unter hoher Belastung zu brechen. U.a. bei einem mehrfachen Überschlag kann dies verheerende Folgen haben! Also: Finger weg von Alukäfigen, diese taugen allenfalls für Showcars oder zum "Posen" vor der Eisdiele!


Der Bügel ist die preiswerteste Möglichkeit, er bietet zumindest ein Mindestmaß an Sicherheit bei einem Überschlag und schützt hier vorrangig den Kopfbereich. Aber: bei einem Seitenaufprall hilft er nicht, ebenfalls wenn das Dach im Bereich der A-Säule stark deformiert wird.

Die geschraubten Sicherheitskäfige bieten da, zumindest in der Konfiguration mit Flankenschutz und einer Diagonale im Heckbereich, eine deutlich bessere Sicherheit. Hier sind die Insassen wesentlich besser geschützt, auch bei einem Seitenaufprall oder heftigerem Aufprall auf die A-Säule. Nachteil ist jedoch, dass die Käfige nur an ein paar Punkten mit der Karosserie befestigt werden. So soll es schon vorgekommen sein, dass sich bei einem heftigen Aufprall auf das Dach die Befestigungspunkte durch das Bodenblech gedrückt haben. Weiterer Nachteil ist, dass durch den Käfig die Karosserie nicht oder nur unwesentlich versteift wird. Jedoch habe ich hier auch individuelle Lösungen gesehen, bei denen der Käfig an diversen Verbindungspunkten mit der Karosserie verschweißt wird und so eine gewisse Versteifung der Karosserie erreicht.

Die "Königsklasse" sind die Schweißzellen, bei denen der Käfig nach Kundenwunsch individuell angefertigt und direkt mit dem Fahrzeug fest verschweißt werden. Hierbei kann man je nach Anforderung zwischen verschiedenen Elementen wählen und variieren, der Käfigbauer sollte sich hier Zeit für ein intensives Gespräch nehmen, damit man auch genau das erhält, was man wirklich benötigt. Die Schweißzelle bietet durch die feste Verbindung mit der Karosserie die größte Sicherheit, zudem versteift sie die Karosserie, was sich auch im Fahrverhalten positiv bemerkbar machen sollte. Größte Nachteile sind jedoch, dass man sie nicht mehr ausbauen kann und natürlich der Preis, der ohne weiteres das doppelte eines Schraubkäfigs erreichen kann.

Nach reiflichem Überlegen habe ich mich dann für eine Schweißzelle entschieden, und aufgrund guter Berichte und viel Erfahrung im Motorsport wurde es eine aus dem Hause Herrmann Motorsport. Hierbei entschied ich mich für eine Konfiguration bestehend aus:

  • Grundmodell CrMo4 durchs Armaturenbrett
  • H-Strebe
  • Verlängerter Türflankenschutz
  • Kreuz im hinteren Bereich
  • Doppelter Türflankenschutz
  • Domstrebe hinten
Der Käfig wurde nach aktuellstem DMSB-Reglement aufgebaut, so dass es mit dem TÜV, aber auch bei einem eventuellen Einstieg in den Motorsport kein Probleme geben sollte. Der Einbau dauerte genau eine Woche und somit schneller als gedacht.

 
Das Kreuz im Heckbereich
 
Strebe zwischen den hinteren Domen
 
Hauptknotenpunkt auf dem hinteren Dom
 
Verstärkung im Bereich der B-Säule
 
Mehrere Schweißnähte an der A-Säule
 
Im Bild die Verbindung von Hauptbügel, Flankenschutz und das Verstärkungsrohr parallel zum Schweller

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Lackieren des Innenraums

Der Käfig war drin, nun musste alles für die Lackierung vorbereitet werden. Dazu gehörte das Entfetten der Käfigrohre, einer gründlichen Reinigung des Innenraums, Abbau diverser Teile (z.B. hintere Seitenfenster und Dichtungen aller Türen, Fenster und am Kofferraum), dem Hochbinden von Kabelsträngen, Anschleifen des Grundlacks und natürlich: Abkleben!!

Für das Abkleben allein brauchten wir etwas mehr als einen ganzen Tag, für die gesamten Vorbereitungen gingen etwa zwei Tage drauf. Doch es sollte auch so sein, dass keine Farbe auf der Karosserie, Scheiben oder anderen wichtigen Teilen landen sollte.

Danach wurde eine Grundierung mit der Spritzpistole aufgetragen und die Grundierschicht nochmals überarbeitet. Unebenheiten oder Lackierfehler wurden nach der Trocknung abgeschliffen:

 

Nach dem gleichen Prinzip wurde dann der Innenraum lackiert, hierfür verwendete ich einen handelsüblichen seidenmatten Lack, den ich mir im Fachgeschäft gekauft habe. Doch im Unterschied zu vorher wollte ich den Innenraum nicht mehr in schwarz, sondern in weiß lackieren! Hier nun die Bilder nach dem Lackieren:

 
Nach dem Lackieren
Noch glänzt alles, aber ich habe mich aufgrund der geringeren Reflexionen für einen seidenmatten Farbton entschieden...
 
...hier der Kofferraum
 
Nach dem Trocknen wurden die ersten abgeklebten Flächen wieder freigelegt. Danach folgte wieder der Zusammenbau, wobei besonders der Einbau und die Aussparungen des Armaturenbrettes viel Zeit und Nerven kosteten.

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Felgen und Reifen Teil I

Da ich auf dem Wagen zwar hauptsächlich Semislicks fahren werde, aber auch während der meist recht feuchten Herbst- und Winterzeit nicht auf den Wagen verzichten wollte, entschied ich mich für zwei unterschiedlich bereifte Radsätze.

Als Reifengröße wählte ich rundum 235/40 R17, um das bei Mischbereifung auftretende Untersteuern zu mindern. Ausserdem könnte man notfalls die Reifen von vorne nach hinten tauschen, wenn es mal nötig sein sollte.

 
Für die Bridgestone-Reifen kommen ASA AR1 in 8x17 Zoll mit ET 38 zum Einsatz.
 
Das "schwarze Gold" in Form von Toyo R888 Semis wartete bereits auf seinen Einsatz, hier leider noch ohne passende Felgen.
 
Durch das Ausräumen ist der Wagen vor allem hinten ziemlich aus den Federn gegangen. Es war aber noch genug Restgewinde zur Höhenkorrektur vorhanden.
 
Vorne passte alles. Die großen Bremssättel machten bei den Felgen mit 10mm Distanzscheiben keine Probleme

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Diverses

 
Wieder zusammengebauter Innenraum, es wurden an den Kontaktstellen noch Käfigpolster angebracht. Allerdings fehlen hier noch die Türverkleidungen, denn die originalen passten aufgrund des Käfigs nicht mehr.
 
Für das Lenkrad war Ideenreichtum gefragt, denn der mitgelieferte Schleifring passte nicht. Auch ein Schleifring aus einem E36 ohne Airbags hat nicht gepasst, daher musste ich mir aus einem Metallstreifen und Heißkleber selbst was basteln. Leider "kratzt" es ein wenig beim lenken, daher werde ich das noch überarbeiten. Aber die Hupe funktioniert wenigstens.
 
Lose Kabel wurden in Plastikhülsen untergebracht.
 
Blick in den Kofferraum, sehr übersichtlich.
 
Fast fertig! Auf dem Bild ist das Fahrwerk aber besonders an der Hinterachse noch viel zu hoch, was eine unerwünschte Keilform ergibt.
 
Als Türverkleidung habe ich Kunststoffplatten verwendet. Sie sind flexibel, leicht und schwer entflammbar. Ausserdem kann man sie problemlos mit einer Stichsäge in die gewünschte Form bringen. Befestigt wird sie mit selbstklebendem Klettband, so lässt sie sich notfalls wieder relativ zügig von der Türe entfernen.

Am 19.08.07 war endlich Termin beim TÜV, zuvor wurde noch die Fahrwerkshöhe in der Werkstatt angepasst und die Klimaanlage ausgebaut. Zu meiner Erleichterung wurden alle Modifikationen in die Papiere eingetragen, damit stand ersten Fahrten über die Nordschleife nichts mehr im Wege. Erste Ausfahrt über den Ring war am 24.08.07.

Update: 22.01.08

Da mir die losen Teppiche so langsam aber sicher auf die Nerven gingen, wollte ich mir Fußmatten aus Metall bauen, hierfür eignen sich z.B. Riffelbleche aus Aluminium. Im Baumarkt besorgte mir eine 2 mm starke Aluplatte mit den Maßen 60 x 100 cm sowie passende Sägeblätter für die Handstichsäge.

Die Maße konnte ich mir ungefähr von den originalen Fußmatten nehmen, musste aber beachten, dass die Fußmatten am Käfigrohr ausgeschnitten werden müssen und die Kanten noch 90° abgewinkelt werden.
Das Schneiden an sich funktionierte ganz gut, die Kanten habe ich mit einem Filzstift angezeichnet und anschließend an der Biegebank abgekantet.

Das ganze sah dann erstmal so aus:

Nun musste die Feinarbeit erledigt werden, Ausschnitt für das Gaspedal ausgesägt und der hintere Teil in einem flachen Winkel abgekantet werden. Als Krönung bekam die Fußmatte dann noch rundum eine Kederung aus Gummi. Dies sollte zum einen die Optik etwas verbessern und zum anderen verhindern, dass Klappergeräusche entstehen. Das fertige Endprodukt sah dann so aus:

Gleiches wurde dann noch auf der Beifahrerseite gemacht...

...und hier wieder eingebaut:

 

Update: 02.03.08

 
Da man ja nie weiß was passiert, habe ich mir in den Kofferraum einen vorhandenen 1 kg Feuerlöscher eingebaut...
 
...und für den Innenraum einen 2 kg-Löscher gekauft und montiert, der sowohl vom Fahrer- als auch vom Beifahrerplatz aus gut zu erreichen ist.
 
 
 

Gleiches gilt für den Nothammer, mit dem man im Notfall Scheiben einschlagen und Gurte zerschneiden kann.

 


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Felgen Teil II

Nach ca. 30 Runden mit den Bridgestone-Reifen wurde es Zeit, mal den Semis auf den Zahn zu fühlen. Endlich hatte ich mich für Felgen entschieden, leider ist die Auswahl an passenden Felgen nicht sehr groß gewesen.
So entschied ich mich dann für die "Team Dynamics Pro Race 1.2" in 8x17 ET 35. Zwar kein Schnäppchen, aber es ist eine Felge, die dem Motorsport entstammt und auch nur ca. 9 kg wiegt. Natürlich musste sie weiß sein und passt damit sehr gut zum gesamten Erscheinungsbild des Fahrzeugs:


 
     
 
     

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Fahrwerk

Nach ca. 20 Runden mit den Semis merkte ich, dass an schnellen Stellen der Strecke, etwa Anfahrt Flugplatz oder der Bodenwelle vor dem Abschnitt Schwedenkreuz, der Wagen unruhig wirkte und das Lenkgefühl stellenweise unpräzise war. Eine Überprüfung in der freien Werkstatt ergab, dass ein Querlenker spürbar Spiel hatte und so wurden beide Querlenker gewechselt. Da mir der Wagen zu sehr zum untersteuern neigte, haben wir im "gleichen Abwasch" auch direkt noch Sturzverstellbare Domlager mit Unibal verbaut. Diese sind aus stabilem Flugzeugaluminium CNC-gefräst und werden auch erfolgreich in der VLN eingesetzt. Die Serienlager waren aber auch ziemlich fertig und hätten innerhalb kurzer Zeit sowieso neu gemusst.

Da durch den Querlenkertausch sowieso eine Fahrwerksvermessung notwendig war, konnten wir nun direkt die gewünschten Fahrwerkswerte einstellen lassen. Vorne stellten wir -3,1 Grad Sturz ein, hinten -1,5 Grad. Kurzum gesagt, das Fahrverhalten war danach wesentlich besser, die Lenkpräzision war höher, das Handling direkter. Als angenehmer Nebeneffekt kam der Wagen vorne noch ca. 10 mm tiefer und sieht nun weniger hochbeinig aus.

 

Jedoch fielen mir kurz darauf Vibrationen ab etwa 100 km/h auf, die aber auch bei höheren Geschwindigkeiten spürbar waren. Ich dachte erst an einen schlecht gewuchtetes Rad, doch zu meiner großen Überraschung war der Zentrierring der Distanzscheibe komplett abgebrochen! Bei der Firma Powertech kam dann nach einigem Rätseln die Ursache ans Tageslicht, und zwar passte die Fasung der Distanzscheiben nicht 100% ig mit der Fasung in der Felge überein! Diese war anscheinend wenige Zehntel Millimeter zu klein, so dass der Rand ständig unter Druck stand und irgendwann brach. Die Fasung der Distanzscheibe auf der anderen Seite war ebenfalls schon deutlich malträtiert und stand kurz vor dem Bruch!

Die Lösung war, Distanzscheiben mit 15mm Breite zu nehmen, da diese nicht über die Felge, sondern über die Radnabe zentriert werden. Durch die größere Spurweite vorne habe ich mich aber auch zusätzlich für 15mm-Distanzscheiben an der Hinterachse entschieden. Damit sollte das Heck ein wenig stabiler werden, und meine Vermutung bestätigte sich auch auf den ersten Ausfahrten nach dem Umbau.

Update: 09.02.08

Die Hinterachse gab hin und wieder Poltergeräusche von sich, weswegen als nächstes der Wechsel der Stützlager in Angriff genommen werden sollte. Da mir Unibal zu teuer war, entschied ich mich für die Stützlager vom E46 M3, die nicht schlechter als die vom E36 sein sollen, aber etwas günstiger sind. Mal sehen wie lange die jetzt durchhalten, evtl. kommen irgendwann mal welche aus PU rein.
Der Austausch ist relativ einfach, dennoch sollte man gewissenhaft vorgehen, wie eigentlich bei jeder Arbeit an sicherheitsrelevanten Teilen!

Vorgehensweise:

- Wagen mit Wagenheber aufbocken
- Achsschenkel mit Holzklötzen o.ä. unterlegen
- Wagen etwas ablassen, so dass der Achsschenkel auf dem Holzklotz leicht aufliegt
- Schraube zum Stoßdämpfer lösen
- Stützlager im Kofferraum losschrauben
- Stoßdämpfer herausnehmen
- Selbstsichernde Mutter vom Gewinde schrauben (geht sehr schwer!)
- Stützlager entnehmen und neues Stützlager draufstecken
- Neue selbstsichernde Mutter aufschrauben, dabei aber nicht das Stützlager selbst festhalten, da es dabei beschädigt werden könnte!
- Papierdichtung nicht vergessen und den Stoßdämpfer in umgekehrter Reihenfolge des Ausbaus wieder einbauen!

Hier noch ein paar Bilder dazu:

 
Ein Haufen Teile, der verbaut werden will: Stützlager, Gummilager, Pendelstützen und noch diverses Befestigungsmaterial
 
Die alten Stützlager waren schon ausgeschlagen und daher unbrauchbar
 
Die beiden Stützlager im Vergleich: links das neue Lager vom E46 M3, rechts das alte originale vom E36 M3
 
Das fertig montierte neue Stützlager

Update: 12. & 13.02.08

Als nächstes mussten die Pendelstützen und die hinteren Gummilager des Stabilisators erneuert werden, da diese schon poröse Erscheinungen aufwiesen. Leider habe ich während der Arbeiten nur wenige Bilder gemacht, und ich kann nur sagen, dass der Austausch der Teile eine ziemliche Arbeit war. Der Ausbau des Stabis nahm doch einige Zeit in Anspruch, zumal das ganze ohne Hebenbühne vonstatten gehen musste.
Der Wagen musste mit Böcken an der Hinterachse hochgebockt werden, damit man darunter arbeiten konnte.

Hierbei ist eine gewissenhafte Ausführung und ggf. zusätzliche Sicherung des Fahrzeugs praktisch unerlässlich!

Zur Ausführung :

- Alle Schrauben lösen und Stabi rausnehmen
- Pendelstütze in Schraubstock einspannen, Stabi mit Drehbewegungen aus der Pendelstütze herausziehen
- neue Pendelstützen und Stabi an den Befestigungspunkten mit Spülmittel / Schmierseife leicht besteichen
- Neue Pendelstützen in Schraubstock einspannen
- Stabi in die neue Pendelstütze mit Drehbewgungen einstecken (viel Kraft und Geduld notwendig!)
- Pendelstütze in richtige Position von 75° drehen
- Pendelstzützenhalter montieren und in 15° Winkel zur Pendelstütze drehen
- Stabigummis ersetzen und neue Halteklammer aufstecken
- Stabi wieder montieren, ich habe zur leichteren Montage den Auspuff etwas abgelassen

 
Die alte Pendelstütze, noch am Stabi befestigt. Man erkennt gut den porösen und rissigen Gummi
  Hier das neue Gummilager mit ebenfalls neuer Halterung des hinteren Stabilisators in eingebautem Zustand

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Bremsen

Hintere Beläge wechseln:

Nach knapp 100 Runden Nordschleife meldete die Bremskontaktwarnleuchte, dass es nun Zeit wäre, die hinteren Beläge zu wechseln. Dies war aber kein großer Akt und kann problemlos in Eigenregie durchgeführt werden. Eine gute und genaue Anleitung zum Belagwechsel findet man zudem im Internet. Die originalen Beläge von BMW (Zulieferer: Jurid) sind mit einem Preis von ca. 60 Euro für alle 4 Beläge noch recht preiswert.

 


Vordere Beläge wechseln:
 
Der Wechsel der vorderen Beläge war ebenfalls nicht sehr schwierig: Den Bremssattel mit 2 Schrauben vom Halter abmontieren, Metallklammer öffnen, alte Beläge entnehmen, Kolben zurückdrücken und den Sattel wieder montieren. Danach die neuen Beläge von der Seite hineinschieben und die Klammer wieder einhaken. Vorher noch alles etwas reinigen, bei der Gelegenheit mit einem Bohrer oder ähnlichem die Löcher in den Scheiben von Bremsstaub befreien.
 
Zwar hatten die Beläge noch ca. 7-8mm Restbelagstärke, wurden aber gegen neue Beläge getauscht (Pagid). Mit der Haltbarkeit der originalen Textar-Beläge war ich sehr zufrieden, die Beläge hatten immerhin schon ca. 8000 km im Straßenverkehr gehalten und nun noch über 100 Runden Nordschleife. Es wären bestimmt noch ein paar Runden möglich gewesen, aber wenn man schon mal dabei ist...

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Daten


Fahrzeug: BMW M3 E36 3,2 Liter
EZ: 05/1997
Hubraum: 3201 ccm
Gemessene Leistung: 326 PS / 240 kW bei 7800 U/min. (Software abgestimmt von Reuter-Motorsport)
Drehmoment: ca. 350 Nm bei 5600 U/min.
Fahrwerk: Bilstein B16 PSS 9, verstellbar in Höhe und Härte
Bremsanlage: VA: Porsche 993 Biturbo mit 332 x 22mm gelochten Bremsscheiben, HA: Serie Stahlflexleitungen vorne und hinten
Radsatz Nr.1 Team Dynamics Pro Race 1.2 weiß, 8 x17 ET 35 mit Toyo R888 Semislicks (Trocken)
Radsatz Nr.2 ASA AR1 hornpoliert, 8 x 17 ET 38 mit Bridgestone RE050A (Regen)
Reifengröße: 235 / 40 R17 rundum
Distanzscheiben: Powertech Aluminium, 30 mm pro Achse
Käfig: Eingeschweißte Zelle von Herrmann-Motorsport nach aktuellem DMSB-Reglement
Gurte: Sandtler Sponsor 6-Punkt
Sitze: Sandtler Indy / baugleich mit Cobra Evolution S
Lenkrad: Sparco 350mm mit 95mm Schüsselung, Wildleder

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Gewichtetabelle

In dieser Tabelle ist dargestellt, was wir an Gewicht aus dem Auto herausgeholt haben (linke Seite), und was wieder durch Einbau von Teilen an Gewicht hinzugekommen ist (rechte Seite). Die Teile wurden, soweit möglich, gewogen. Bei Teilen, wo dies nicht genau möglich war, wurden die Werte geschätzt (z.B. Käfig) . Die Tabelle ist aber noch nicht komplett, so wurden z.B. noch nicht die Räder gewogen.

 

Bezeichnung
Gewicht
Anzahl
Gesamt
 
Bezeichnung
Gewicht
Anzahl
Gesamt
Verstärker Dimension
3,8
1
3,8
Schalensitz
10
2
20
Verstärker BMW
1,9
1
1,9
Gurt
2,5
2
5
Lautsprecher hinten
1,7
2
3,4
Konsole
5
2
10
Lautsprecher vorne + Frequenzw.
1,25
2
2,5
Laufschienen
1
4
4
Mittelkonsole inkl Armlehne
3
1
3
Sitzbefestigung
0,5
4
2
Holzbrett
1,4
1
1,4
Überrollkäfig
45
1
45
Ersatzrad
19,1
1
19,1
Lenkrad
1,5
1
1,5
Hutablage + Sonnenrollo
5,1
1
5,1
Käfigpolster
0,5
1
0,5
Teppich klein unter Rückbank
2,1
1
2,1
Räder ASA
 
4
0
Sack Teermatten
11
1
11
Räder Team Dyn.
 
4
0
Plastik- und Luftkanäle
1,7
1
1,7
 
Kabelbaum Audio klein 
1,7
1
1,7
 
Kopfstütze hinten
0,75
2
1,5
 
Verkleidung hinten
1,6
2
3,2
 
Matte Tankabdeckung
3,7
1
3,7
 
Matten aus Kofferraum / Fond
7
1
7
 
Sitzlehne inkl. Seitenteil
8,9
2
17,8
 
Sitzbank
5,7
1
5,7
 
Scheinwerferblenden
0,07
2
0,14
 
Kofferraumdeckelverkleidung
1,2
1
1,2
 
Vordersitz
28
2
56
 
Kofferraum Plastik
2,3
1
2,3
 
Wagenheber
2,2
1
2,2
 
Innenraumteppich
16
1
16
 
Gepäckraummatte
3,8
1
3,8
 
Fußmatten vorne + hinten
3,5
1
3,5
 
Klimakompressor
6,5
1
6,5
 
Klimakondensator
2,8
1
2,8
 
Lenkrad inkl. Airbag
3,5
1
3,5
 
Beifahrerairbag
3,3
1
3,3
 
3-Punkt Gurt
1
2
2
 
Dachhimmel
1,5
1
1,5
 
HIFI-Kabelbaum BMW
2,5
1
2,5
 
Räder vorne
 
2
0
 
Räder hinten
 
2
0
 
   
   
   
202,84 kg
88 kg


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"To Do 2008"

Für 2008 geplante Verbesserungen:
Türverkleidungen kürzen und mit Kantenschutz versehen - Erledigt
Fußmatten aus Alu - Erledigt
- Fußstütze Fahrerseite
Netz für Helme - Erledigt
- Öldruckanzeige
Gummilager Stabi vorne / hinten ersetzen - Erledigt
- Gelbe Flagge ins Auto legen
Stützlager tauschen - Erledigt
Pendelstützen Hinterachse ersetzen - Erledigt
- Catchtank
Feuerlöscher - Erledigt
- Hutablage aus GFK
- Notausschalter
- Batterie befestigen
- Evtl. kleinere leichtere Batterie
- Trennwand zum Kofferraum

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