Wie kommt man auf die Idee, ein solches Auto aufzubauen? Nun, wenn man keine 30 km vom Nürburgring entfernt wohnt, schon als kleines Kind Auto-verrückt war und, seit man den Führerschein hat, gerne Auto fährt, kommt über kurz oder lang von selbst auf die Idee, einmal über die legendäre Nordschleife fahren zu wollen.

Nach vielen Runden am PC mit diversen Rennspielen, hatte ich im Jahr 2003 durch meinen Bruder endlich die Gelegenheit erhalten, mit seinem Mini in einem Korso gefahrlos über den GP-Kurs und natürlich die Nordschleife zu fahren. Dieses Ereignis konnte 2004 wiederholt werden, doch es sollen die letzten Runden für die folgenden 3 Jahre sein...

Erst Anfang 2007 kam mir wieder der Gedanke und die "Sucht" nach der Nordschleife auf, in der Zwischenzeit hatte ich etliche Runden virtuell in PC-Spielen zurückgelegt.

Mein Ziel für 2007 war es nun, an den sogenannten Touristenfahrten teilzunehmen. Hier kann jedermann mit einem straßenzugelassenen PKW oder Motorrad nach Entrichtung einer Gebühr eine (oder auch mehrere) Runden drehen, für die ganz "kranken" gibt es dann noch die Jahres- und Halbjahreskarte, mit der man soviele Runden im Jahr drehen darf, wie man will.
Jedoch war für mich von vorneherein klar, dass ein Serienfahrzeug auf Dauer nicht das richtige ist, da moderne Autos eher auf Komfort ausgelegt sind und meist viele Kompromisse bei der Entwicklung eingegangen werden müssen. Die Konstruktionen sind in der Regel nicht für viele Runden auf der Rennstrecke ausgelegt, auch was Fahrwerk, Bremsen und Reifen angeht. Außerdem stand für mich das Thema Sicherheit im Vordergrund, ein 6-Punkt Gurt und Überrollkäfig waren zumindestens Voraussetzung.

Somit kam die Idee auf, sich als "Funauto" ein älteres Auto zuzulegen und so umzubauen, dass es anschließend für Touristenfahrten auf der Nordschleife eingesetzt werden kann. Das Basisfahrzeug sollte aber nach Möglichkeit diese Kriterien erfüllen:

- Große Auswahl an Zubehör- und Ersatzteilen
- Gutmütiges, aber sportliches Fahrverhalten
- Motorleistung von ca. 200 PS
- Keine Fahrhilfen außer ABS
- Sperrdifferential (evtl. nachrüstbar)
- Nach Möglichkeit Heckantrieb
- Zuverlässiges Konzept
- Zustand mit keinem oder wenig Rost
- Schaltgetriebe
- Preis bis 10.000 Euro
 

Die Marke war erst einmal mehr oder weniger egal, nach Recherchen im Internet hat sich aber relativ schnell herauskristallisiert, dass hier ein BMW der 3er Reihe, Modellreihe E36 die meisten der Kriterien erfüllt. Jedoch war klar, dass es schwierig sein würde, ein ordentliches Exemplar zu finden.

Leistungsmäßig sollte es zumindest ein 328i oder 325i sein, nach einem M3 habe ich zu dem Zeitpunkt noch nicht gezielt gesucht, da er mir schon fast zuviel Leistung hatte und erstmal zu teuer erschien. So ergab sich die Gelegenheit zu einem M3 auch eher zufällig, mehr dazu im nächsten Kapitel: Das Basisfahrzeug

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